Why data beats opinions

Über mehrere Jahrzehnte waren Marketing und die damit verbundenen Tools bei vielen als kaum messbare Geldverbrennungsmaschine verschrien – und bis zu einem gewissen Grad war das auch durchaus so. Firmen vertrauten auf die Macht der großen Budgets und so schrubbte der glatzköpfige Mr. Proper im Fernsehen unseren Küchenboden blank, der Marlboroman ritt zufrieden qualmend dem Sonnenuntergang entgegen, während Marketeers und Agenturen sich gegenseitig versichterten, dass solange der Rubel rolle, sowieso alles in bester Ordnung sei. Doch mit dem Aufstieg digitaler Medien veränderte sich auch die Rolle des Marketings dramatisch, denn plötzlich standen Klicks, digitale Verkäufe und Engagement-Raten im Blickpunkt.

Diese radikale Veränderung der Gegebenheiten – weg vom Broadcast, hin zu individualisierter, messbarer Kommunikation – verursacht auch nach vielen Jahren immer noch Stirnrunzeln in den Marketingabteilungen von Los Angeles bis Shanghai: Laut einer Studie der Harvard Business Review sieht zwar ein Großteil der börsennotierten US-Unternehmen datenbasiertes Handeln als wichtig an, die wenigsten konnten diese Strategie jedoch bis dato kulturell und organisatorisch in ihren Unternehmen verankern. 

In Österreich scheint die Sitation noch eklatanter. In einer im November veröffentlichten Analyse zu „Digital Readiness“ für das World Economic Forum scheint die Alpenrepublik als eines von wenigen westlichen Industrieländern nicht unter den Top-Nationen auf. Mit dabei sind dafür Länder wie Tajikistan, Aserbaidschan, Indonesien oder Kenia. Aus Firmensicht ist hier ein schnelles Umdenken nötig, um nicht zu riskieren den Anschluss an internationale Player noch weiter zu verlieren.

Nun stellt sich die Frage, worauf es denn in Zukunft im Marketing ankommen wird? Im Zeitalter der Digitalisierung gewinnt derjenige, der es schafft seine Kunden zielgerichtet anzusprechen, optimale Customer Experience zu bieten und Daten intelligent interpretieren zu können. Dies bedeutet in weiterer Folge, dass sowohl Investitionen in Technologie und Infrstruktur getätigt werden müssen, als auch der Aufbau von Skills, Strategien & Prozessen in den Unternehmen unabdingbar sein wird.
 

      Fritz Krassnitzer | Chief Customer Officer | Point of Origin

       Fritz Krassnitzer | Chief Customer Officer | Point of Origin